Verkehrszeichen außer Kraft setzen / Auskreuzvorrichtungen

 
 

Das Auskreuzen von Zielangaben ist insbesondere im Zuge von Umleitungen bzw. Sperrungen wichtig, denn nur so kann eine eindeutige Zielführung gewährleistet werden. Die entsprechenden Auskreuzvorrichtungen sind jedoch nicht nur an Wegweisern erforderlich, sondern finden auch beim Außerkraftsetzen anderer Verkehrszeichen Anwendung. Diese Seite erläutert, wie die jeweiligen Lösungen fachgerecht eingesetzt werden und gibt Hinweise zu typischen Fehlern in der Praxis. Entsprechend beginnen wir mit einem Foto:

 
     

 

 

 

 

Die nachträgliche Änderung des Wegweisers, mit aufgenieteten Blechen unterschiedlichster Reflexfolien und Größen, ist allein schon bemerkenswert. Viel interessanter ist aber das blaue Kreuz (keine Fotomontage). Vermutlich war geplant, dass Sinnbild zwar berührungslos, aber vollflächig abzudecken - das Ergebnis sieht jedoch etwas anders aus. Wenn man bedenkt, wie viele Stationen ein solches Projekt durchlaufen muss (Planung, Auftrag, Fertigung, Montage, Abnahme usw.), ist es schon bezeichnend, dass offenbar keiner der Beteiligten die Lösung hinterfragt. Vielleicht ist diese Art der Ausführung aber auch ernst gemeint - jedenfalls handelt es sich nicht um einen farblichen Ausrutscher, wie die weiteren Beispiele in der Bildergalerie am Ende dieser Seite zeigen.

 

 

 

 

 

 

Auskreuzen von Zielangaben - Wegweiser
Eine wesentliche Bedeutung hat das fachgerechte Auskreuzen der Zielangaben auf vorhandenen Vorwegweisern - vor allem im Zuge von Sperrungen bzw. Umleitungen. Dies gilt selbstverständlich auch für Maßnahmen, die nur wenige Tage dauern. In der Praxis haben sich natürlich auch in diesem Bereich verschiedene Nachlässigkeiten eingeschlichen, wie die nachfolgenden Beispiele zeigen:

 
     
 

 

Fehlende Auskreuzung des vorhandenen Wegweisers

 

korrekte Ausführung mit ausgekreuztem Fernziel

 
     
 

 

fehlende Auskreuzung bei Sperrung einer Anschlussstelle

 

korrekte Ausführung

 
     
 

Das Problem besteht aber nicht allein im Weglassen der notwendigen Auskreuzvorrichtungen. Wenn Ziele auf Vorwegweisern ausgekreuzt werden, erfolgt dies oft nicht fachgerecht. Die Gründe hierfür sind vielfältig und in der Regel bereits im Material begründet. Es ist zwar zu begrüßen, dass - anstelle von Klebebändern - vermehrt berührungsfreie Auskreuzvorrichtungen eingesetzt werden, doch lassen sich diese - je nach Produkt und Ausführung - oft nur mäßig an die Erfordernisse anpassen. So sind nicht nur von Standort zu Standort variierende Größen einzusetzen, sondern es gilt vor allem die Maßgabe, dass das ausgekreuzte Ziel hinreichend erkennbar bleibt, und nicht völlig abgedeckt wird.

 
     
 

 

 

Zielangabe nicht erkennbar

 

Zielangabe schlecht erkennbar

 

Zielangabe hinreichend erkennbar

 
     
 

Der Verkehrsteilnehmer soll möglichst sehen was gesperrt ist und nicht nur einen roten Strich. Dies erfordert wiederum verschiedene Breiten und Längen der Auskreuzleisten, welche sich eigentlich nach der Schrifthöhe bemessen müssten. Stattdessen wird das Fernziel oft mit einem einzigen roten Balken, oder einem viel zu breiten Kreuz vollständig abgedeckt und ist damit für den Verkehrsteilnehmer nicht, oder nur schlecht erkennbar.

 
     
 

 

Fernziele vollständig abgedeckt und daher unlesbar

 

verbesserte Ausführung

 
     
 

Natürlich hat die Erkennbarkeit von ausgekreuzten Zielen gewisse Grenzen - daher kann es im Einzelfall vorkommen, dass der Schriftzug nur noch bedingt lesbar ist. Sofern die Vorankündigung der Sperrung sowie die Beschilderung der Umleitung fachgerecht ausgeführt sind, ist dies an sich kein Problem. Allerdings sollte die genannte Erkennbarkeit dennoch angestrebt werden, damit insbesondere ortsunkundige Fahrzeugführer wissen, welches Ziel nicht erreichbar ist.

 
     
 

technische Ausführung
Der Stand der Technik im Bereich der Reflexfolien erfordert einen fachgerechten Umgang mit den jeweiligen Schildoberflächen. Entsprechend ist es in der Regel zu vermeiden, Klebebänder zum Auskreuzen zu verwenden, da diese die Folienoberfläche bzw. darauf befindliche Beschichtungen schädigen können. Dies gilt sowohl für die extra hierfür produzierten bzw. angebotenen Abdeckbänder, als auch für alle anderen Klebeband-Sorten.

Soll trotz dieser Bedenken Klebeband zum Einsatz kommen (z.B. weil die ausgekreuzten Verkehrszeichen ohnehin ablegereif sind), gilt die Maßgabe, dass das Auskreuzen stets in der Farbe ROT erfolgt - und zwar retroreflektierend. Malerkrepp, Gewebeband usw. sind folglich unzulässig.

unzulässige Ausführung (silbernes Gewebeband)

 
     
 

Klebebänder
Eine gute Erkennbarkeit bieten die über viele Jahre bewährten Abdeck-Klebebänder (fluoreszierendes Orange mit schwarzem Rand) - allerdings nur bei Tageslicht. Bei Nacht wirken die Kreuze auf einem retroreflektierenden Untergrund schwarz, womit die erforderliche Tag-/Nachtgleichheit nicht gegeben ist. Natürlich sind diese Klebebänder auch in einer retroreflektierenden Ausführung erhältlich - allerdings führt der vergleichsweise hohe Preis zu einer eher bedeutungslosen Anwendung. Ungeachtet dessen entsprechen beide Ausführungen nicht den Anforderungen, denn diese verlangen die Farbe ROT.

 
     
 

 

 

fluoreszierendes Band am Tag

 

fluoreszierendes Band bei Nacht

 

retroreflektierendes Band bei Nacht

 
     
 

Klebebänder können die Schildoberfläche beschädigen
Befinden sich die genannten Klebebänder längere Zeit auf dem Wegweiser, ergeben sich mehrere Probleme. So bleicht z.B. die fluoreszierende Farbe je nach Standort aus, wodurch die Tagessichtbarkeit entsprechend reduziert wird.

Ein wesentlicher Nachteil ist die Gefahr von Beschädigungen an der Oberfläche des Verkehrszeichens. Diese reichen von Phantomspuren bei Raureif und Nässe, über abgezogene Buchstaben (bei Siebdruck oder Folie), bis zur Beschädigung der eigentlichen Reflexfolie oder einer darauf befindlichen Beschichtung (z.B. Anti-Tau).

Die dadurch entstehenden Schäden erreichen im Falle von Wegweisern schnell eine vierstellige Summe - da insbesondere in den letztgenannten Fällen der ganze Wegweiser getauscht werden muss. Vom Einsatz dieser Klebebänder ist daher in der Regel abzuraten - das gilt auch für das Auskreuzen von anderen Verkehrszeichen. Viele Straßenbaulastträger verbieten den Einsatz der selbstklebenden Abdeckbänder ausdrücklich.

selbstklebende Abdeckbänder sind praktisch, entsprechen jedoch nicht den Vorgaben von RSA und ZTV-SA (gefordert ist Rot retroreflektierend). Sie können zudem die Schildoberfläche beschädigen.

 
     
 

 

 

ausgeblichenes Band

 

durch Klebeband abgelöste Farbe

 

Phantomeffekt bei Tau und Reif (Nacht)

 
     
 

Hersteller und Handel treffen bezüglich der Abdeckbänder unterschiedliche Aussagen. Einige verweisen darauf, dass die Produkte grundsätzlich nicht auf RAL-Güteverkehrszeichen eingesetzt werden dürfen. Da stellt man sich schon die Frage, wozu das Band dann überhaupt geeignet sein soll, schließlich müssen alle Verkehrszeichen anerkannten Gütebedingungen entsprechen. Die Aussage bezieht sich jedoch auf Festlegungen der Gütegemeinschaft, welche Garantie- bzw. Gewährleistungsansprüche ausschließen, sobald diese Klebebänder auf RAL-Güteverkehrszeichen eingesetzt wurden.

Andere Händler begrenzen den Anwendungszeitraum auf drei Monate und verweisen auf ein langsames Abziehen im spitzen Winkel. Gleichzeitig wird jede Haftung für eine mögliche Beschädigung ausgeschlossen. Wieder andere untersagen nur den Einsatz auf Verkehrszeichen mit Anti-Tau-Folie und natürlich gibt es auch Aussagen, die jegliche Bedenken zur Verwendung der Klebebänder pauschal ausschließen, also auch auf Anti-Tau - was in jedem Fall fragwürdig ist.

Für den Anwender ist dies freilich wenig hilfreich - insofern ist man in der Regel auf der sicheren Seite, wenn man auf Klebebänder generell verzichtet, bzw. die Anwendung sorgfältig abstimmt - z.B. auf ohnehin schrottreifen Wegweisern.

 
     
 

berührungsfreie Auskreuzvorrichtungen
Die in den vorstehenden Erläuterungen aufgezeigten Probleme führten zur Entwicklung von berührungsfreien Auskreuzvorrichtungen. Sie werden in der Regel am Randprofil der Vorwegweiser befestigt und gewährleisten bei sorgfältiger Anbringungen den Schutz der Folienoberfläche. Leider führen die "handwerklichen Fähigkeiten" Einzelner aber auch dazu, dass eine ursprünglich berührungsfreie Auskreuzvorrichtung dankt mangelhafter Montage das Schild dennoch berührt und im Verlauf der Baumaßnahme mit Unterstützung der Windkraft massive Schäden erzeugt, die ein normales Klebeband nie hervorrufen würde. Auch hier gilt: "Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser".

Die Kreuze selbst müssen stets eine rote Grundfarbe haben. Orangefarbenen Kreuzen fehlt (ohne schwarzen Rand) in der Regel der Kontrast zu einer gelben oder weißen Grundfläche. Zudem ist die Farbe Rot sowohl in den RSA, als auch in den ZTV-SA-97 verbindlich festgelegt. Ein schmaler weißer Rand kann den Kontrast zusätzlich verbessern - dies gilt je nach Grundfläche auch für Silber (Alu) oder Schwarz.

 
     

 

 

 

 

Fachgerechte Ausführung einer Anschlussstellensperrung, mit deutlich ausgekreuztem Wegweiser. Der weiße Rand sorgt für einen guten Kontrast.

 

 
     
 

 

 

unzureichender Kontrast

 

Kreuz mit Folie RA 1
auf Wegweiser mit Folie RA 3 (Nacht)

 

Kreuz mit Folie RA 3
auf Wegweiser mit Folie RA 3 (Nacht)

 
     
 

Retroreflexion
Es sollte im Hinblick auf die einschlägigen Vorschriften eigentlich selbstverständlich sein, dass die Kreuze retroreflektierend auszuführen sind - doch leider gibt es in der Praxis auch hier ökonomisch geprägte Abweichungen. Hinsichtlich der Reflexfolien fällt die Wahl grundsätzlich auf Folien der Klasse RA 3, denn ein diesbezüglich einheitlicher Lagerbestand vermeidet Fehler in der Praxis (z.B. Kreuz in RA 1 auf einem Wegweiser mit RA 3). Natürlich kann die Rückstrahlklasse auch auf das jeweilige Verkehrszeichen abgestimmt sein.

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Fehler, der bei den nachträglich aufgebrachten Tafeln für schlechte Erkennbarkeit sorgt, ist auch ist auch bei der "Auskreuzvorrichtung" vorhanden: Es wurde lediglich rote Folie vom Typ RA1/A eingesetzt, der Wegweiser hingegen ist mit Folie RA3/C bestückt. Folglich überstrahlt der Wegweiser die kleine rote Fläche. Mit diesem Foto sind wir auch gleich beim nächsten Kriterium:

 

 

 

 

 

 

Abmessungen / Größe
Das vorstehende Beispiel verdeutlicht
ein weiteres Problem in der Praxis: Viele Auskreuzvorrichtungen sind nicht an die Größe des jeweiligen Fernziels angepasst. Es zeigt sich, dass die Vorbereitung vieler Maßnahmen nur unzureichend erfolgt, denn Anhand von Fotos, den Vorgaben der RWB, oder entsprechenden Werkstattzeichnungen, lässt sich der Bedarf recht einfach ermitteln (für jeden einzelnen Wegweiser). Stattdessen fahren die Monteure oft mit einer beliebigen Auswahl verschiedener Auskreuzvorrichtungen los, die zwar eine gewisse Flexibilität ermöglichen, aber nicht in jedem Fall zum jeweiligen Wegweiser, bzw. zur auszukreuzenden Zielangabe passen.

 

 

 

 

 

 

 

So sollte eine ausgekreuzte Zielangabe aussehen - passende Größe und auf den Wegweiser abgestimmte Reflexfolie.

 

     
 

Wegweiser abdecken bzw. ergänzen
Neben dem Auskreuzen ist auch das flächige Abdecken von Wegweiser-Inhalten möglich. So können Ziele nicht nur visuell entfernt, sondern auch ergänzt bzw. geändert werden. Bei der Wahl der Reflexfolie ist stets die gleiche Folie einzusetzen, die auch auf dem Wegweiser vorhanden ist. Und "gleich" bedeutet: Einheitliche Rückstrahlklasse, einheitliche Folienbauart und möglichst gleicher Hersteller. Ansonsten kann es passieren, dass die Abdecktafeln dunkler oder heller wirken und somit entweder nicht lesbar sind, oder dass der Wegweiser "überstrahlt" wird. Das Prinzip, welches für die roten Kreuze empfohlen wird (RA3 als Standard), lässt sich hier nicht anwenden.

 
     
 

 
 

 

Positivbeispiel: Das Kreuz lässt erkennen, welche Ziele nicht erreichbar sind. Das Abbiegen nach rechts ist trotzdem möglich, erfolgt aber baustellenbedingt aus einer nunmehr kombinierten Geradeaus-Rechts-Spur. Unter der Abdecktafel befindet sich die spiegelbildliche Darstellung des linken Pfeils, denn ursprünglich sind auf diesem Wegweiser drei Fahrstreifen abgebildet.

 

 
     
 

 
 

 

Professionelle Montagevorrichtung zur temporären Änderung von Wegweisern. Unter dem Abdeckblech befinden sind zwei Geradeauspfeile für die zukünftige Streckenführung.

 

 
     
 

 

Ausreichender Abstand zur Schildoberfläche und einheitliche
Ausführung der retroreflektierenden Folie (RA2 Aufbau C)

 

Rückseite

 
     
     
     
 

Außerkraftsetzen von ortsfesten Verkehrszeichen
In der Regel erfordert die fachgerechte Beschilderung von Arbeitsstellen bzw. geänderten Verkehrsführungen, dass vorhandene ortsfeste Verkehrszeichen außer Kraft gesetzt werden. So lassen sich insbesondere Widersprüche vermeiden, die sonst zur Nichtigkeit der jeweiligen Regelung führen können. Das Außerkraftsetzen der vorhandenen Zeichen erfolgt in der Regel durch:

 
     
 

Auskreuzen

Abdecken

Ersetzen

Wegdrehen

Demontieren

 
     

 

Fast alle Varianten haben Vor- und Nachteile, die je nach Anwendungsfall zu berücksichtigen sind. Werden die jeweiligen Maßnahmen nicht sorgfältig auf die Erfordernisse abgestimmt, können ggf. Zweifel über die Wirksamkeit entstehen. Zudem kann der Verkehrsteilnehmer durch eine Vielzahl an gültigen und nicht gültigen Verkehrszeichen irritiert werden. In jedem Fall sollte es Ziel sein, nicht benötigte Verkehrszeichen visuell aus dem Straßenbild zu entfernen - denn auch ein ausgekreuztes Verkehrszeichen erfordert die Aufmerksamkeit des Verkehrsteilnehmers.

 

     
 

Auskreuzen
Das Auskreuzen von Verkehrszeichen erfolgt im Anwendungsbereich von RSA und ZTV-SA mit ROTEN, retroreflektierenden Kreuzen. Die bereits benannten Klebebänder (fluoreszierend orange mit schwarzem Rand) haben zwar eine bessere Tagessichtbarkeit, wirken jedoch bei Dunkelheit schwarz.

Sie können bei längerem Gebrauch ausbleichen und insbesondere beim Abziehen die Schildoberfläche beschädigen. Entsprechend ist von der Verwendung dieser Klebebänder Abstand zu nehmen (viele Straßenbaulastträger verbieten den Einsatz ausdrücklich), was natürlich auch für andere Klebebänder gilt. Stattdessen sind berührungsfreie Auskreuzvorrichtungen einzusetzen.

Bei Haltverboten können ggf. abweichende Lösungen erforderlich werden, denn ein rotes Kreuz auf einem Zeichen 283 oder 286, erzielt in der Regel nicht die gewünschte Wirkung.

 
     
 

  

Der Verkehrsteilnehmer sieht klar und deutlich, dass eine (ihm bekannte) Verkehrsregelung aufgehoben wurde.

  

Das VZ ist weiterhin sichtbar (jetzt nur mit Kreuz) und bildet zusammen mit neu aufgestellten (mobilen) Verkehrszeichen einen Schilderwald. Der Verkehrsteilnehmer muss gültige und nicht gültige Verkehrszeichen gleichzeitig erfassen und unterscheiden - je nach Anzahl der Schilder (z.B. an einer Kreuzung) wird er damit überfordert und fährt am Ende nur noch "blind".

 
     
 

Teilauskreuzen ist unzulässig
Eine klare Absage muss man dem teilweisen Auskreuzen insbesondere von Vorschriftzeichen erteilen. Was bei Wegweisern üblich bzw. zulässig ist und verkehrsrechtlich gesehen kein Problem darstellt (da Wegweiser keine Ge- oder Verbotsregelungen enthalten), kann bei anderen Verkehrszeichen dazu führen, dass im Falle von vermeintlichen Verkehrsordnungswidrigkeiten keine Ahndung möglich ist.

Zwar erkennt der Verkehrsteilnehmer in der Regel was gemeint ist, allerdings entspricht das visuelle Ergebnis, eines so geänderten Zeichens, nicht dem erforderlichen Verkehrszeichenbild der StVO, weshalb das ganze Schild ungültig ist.

Die insbesondere bei den Fahrtrichtungsgeboten übliche Praxis, die nicht benötigten Pfeilspitzen auszukreuzen, ist daher unzulässig und bewirkt, dass verkehrsrechtlich gesehen gar keine Regelung getroffen wird. Ähnlich verhält es sich bei anderen Zeichen, die nach dem gleichen Prinzip geändert werden. Hierzu einige Beispiele:


UNZULÄSSIG: Teilauskreuzen von Verkehrszeichen

 

 

 

 

 
 
     
 

Die Abbildungen in der untere Reihe zeigen, wie die jeweiligen Änderungen bei Dunkelheit wirken können. Das teilweise Auskreuzen führt im Einzelfall dazu, dass die gewünschte Regelung nur schlecht bis gar nicht erkennbar ist. Doch auch am Tage sorgt diese Art der Änderung für Probleme, denn solche "Bastelverkehrszeichen" kennt die StVO nicht. Entsprechend wird von derart verunstalteten Schildern keine Ge- oder Verbotsregelung getroffen bzw. die ursprünglich erteilte Anordnung wird nicht rechtswirksam bekannt gegeben.

 
     

 

Abdecken
Das Abdecken von nicht benötigten Verkehrszeichen sorgt dafür, dass die Schilder visuell aus dem Straßenbild entfernt werden. Die technischen Möglichkeiten reichen vom Müllsack, über spezielle Abdeckhauben bis zu Klemmschellen, mit denen passende Abdeckbleche (in der Regel umgedrehte Verkehrszeichen) angebracht werden können. Warnwesten, aufgeklebte Pappen oder Bettlaken sind hingegen ungeeignet - mehr dazu in der Bildergalerie.

Im Gegensatz zum Auskreuzen muss der Verkehrsteilnehmer abgedeckte Schilder nicht wahrnehmen, so dass er sich auf die wirklich gültigen Verkehrszeichen konzentrieren kann. Dadurch kann der sichtbare Schilderwald insgesamt reduziert werden.

Sollten Müllsäcke zum Einsatz kommen (sofern überhaupt zulässig, ggf. Rückfrage beim Straßenbaulastträger), ist darauf zu achten, dass diese lichtundurchlässig sind, denn sonst scheint das VZ insbesondere im Scheinwerferlicht durch. Zudem müssen Müllsäcke aber auch Abdeckplanen so stabil und sicher befestigt sein, dass sie auch einem Sturm standhalten. 

Dies gilt selbstverständlich für alle anderen Varianten wie z.B. spezielle Klemmschellen. Es kann daher erforderlich sein, die so angebrachten Abdeckbleche mit einem Fangseil zusätzlich zu sichern.

 

     

 

  

Die Verkehrsführung ist eindeutiger - der Verkehrsteilnehmer muss nicht zwischen gültigen / ungültigen Verkehrszeichen unterscheiden.

  

Planungs- und Materialaufwand + Sicherung gegen Herabfallen

 

 

 

 

 

 

 

UNGÜNSTIG
Schilderwald: Der Verkehrsteilnehmer
muss insgesamt zwei Schilder erfassen

 

UNGÜNSTIG
Situation bei Nacht

 

RICHTIG
ungültige Verkehrszeichen sollten
der Aufmerksamkeit entzogen werden

 
     
 

Ersetzen
Bei der Anordnung von geometrisch identischen Verkehrszeichen kann das vorhandene Schild auch mit der neuen Variante ersetzt werden, anstatt es lediglich grau abzudecken. Dies sorgt ebenfalls dafür, dass der Schilderwald nicht aufgeforstet wird und reduziert den Bedarf an Aufstellvorrichtungen. Natürlich darf ein Dreieck nicht mit einer Ronde ersetzt werden - sprich das neue Schild muss das vorhandene Verkehrszeichen vollständig abdecken.

Das Ersetzen kann jedoch dazu führen, dass insbesondere ortskundige Verkehrsteilnehmer die Änderung nicht gleich wahrnehmen. Auch bei Haltverboten ergibt sich ein Problem, denn vorübergehende gültige Zeichen 283 bzw. 286, die in dieser Weise angebracht werden, sind gewiss nicht "mobil" und heben folglich keine Parkplatzzeichen oder Parkflächenmarkierungen auf.

Sind die zu ersetzenden Verkehrszeichen Bestandteil einer Kombination, ist natürlich die gleiche Rückstrahlklasse und möglichst auch die gleiche Folienbauart einzusetzen.


 

 

 

 

 

  

Die Verkehrsführung ist eindeutiger - der Verkehrsteilnehmer muss nicht zwischen gültigen / ungültigen Verkehrszeichen unterscheiden. Die Aufstellvorrichtungen, welche sonst für die separat aufgestellten Verkehrszeichen erforderlich sind, können entfallen.

  

Planungs- und Materialaufwand + Sicherung gegen Herabfallen. Änderung ggf. nicht gleich ersichtlich.

 
     
 

Wegdrehen
Nicht benötigte Verkehrszeichen können auch weggedreht werden, um einerseits die Regelung aufzuheben und gleichzeitig das Schild der Aufmerksamkeit des Verkehrsteilnehmers zu entziehen.

Das Wegdrehen kann jedoch nicht überall angewandt werden, denn insbesondere an Kreuzungen und Einmündungen kann ein solches Schild nunmehr aus einer anderen Verkehrsrichtung sichtbar sein, für die es gar nicht gelten sein soll.

Zudem gibt es fragwürdige Rechtsprechung zu Haltverboten, die ein weggedrehtes Schild als gültig wertet, sofern es sich zweifelsfrei zuordnen lässt. Im fließenden Verkehr ist dies in der Regel ohne Bedeutung, denn es gilt der Sichtbarkeitsgrundsatz. Im ruhenden Verkehr sieht der Sachverhalt etwas anders aus: Wenn ein weggedrehtes Haltverbot angeblich weiterhin gültig sein soll, muss dies im Umkehrschluss auch für Parkplatzschilder gelten. Der Verkehrsteilnehmer könnte also damit argumentieren, dass weggedrehte Parkplatzschilder (Z 314, 315) weiterhin eine Parkerlaubnis erwirken - auch wenn dies von der Behörde nicht beabsichtigt ist.

 

 

 

 

 

  

Die Verkehrsführung ist eindeutiger - der Verkehrsteilnehmer muss nicht zwischen gültigen / ungültigen Verkehrszeichen unterscheiden.

  

Weggedrehte Schilder sind ggf. für andere Verkehrsrichtungen sichtbar. Die rechtliche Stellung weggedrehter Verkehrszeichen ist umstritten, da insbesondere mobile Zeichen auch von unbefugten Dritten weggedreht werden können.

 

 

 

 

 

Demontieren
Insbesondere bei länger andauernden Maßnahmen können nicht benötigte Verkehrszeichen komplett demontiert werden. Auch hiermit wird das Straßenbild um die nicht benötigten Verkehrszeichen bereinigt und zwar so, dass keine ungewünschte Signalisierung in andere Verkehrsrichtungen entsteht.

Nachteilig erweißt sich die Demontage, wenn nach einigen Jahren Bauzeit niemand mehr weiß, wo sich die demontierten Zeichen befinden, oder wenn diese Schilder unvollständig bzw. durch unsachgemäße Lagerung beschädigt sind.

Ähnlich verhält es sich, wenn auf Grund fehlender Unterlagen niemand mehr weiß, welches Verkehrszeichen ursprünglich wo angebracht war (ja, die Sache mit dem Verkehrszeichenkataster).

 
     

 

  

Die Verkehrsführung ist eindeutiger - der Verkehrsteilnehmer muss nicht zwischen gültigen / ungültigen Verkehrszeichen unterscheiden.

  

Schilder nach langer Bauzeit ggf. unauffindbar, unvollständig, beschädigt und mangels Dokumentation (was stand wo?) nicht zuzuordnen.

 

 

 

 
 

Widersprüche vermeiden - ungültige Schilder reduzieren
Das nebenstehende Foto zeigt, mit welchen Situationen der Verkehrsteilnehmer in der Praxis konfrontiert wird. Gerade in solchen Fällen ist es ratsam, Verkehrszeichen (hier Z 306) lichtdicht abzudecken bzw. zu demontieren, anstatt sie lediglich auszukreuzen.

Es gilt die Maßgabe, nicht benötigte Verkehrszeichen möglichst vollständig der Aufmerksamkeit zu entziehen, denn nur so wird eine klare Situation geschaffen.

Auskreuzen sorgt hingegen dafür, dass sich die ungültigen Schilder weiterhin im Straßenbild befinden und folglich vom Verkehrsteilnehmer mit erfasst werden müssen. Wenn an einem Querschnitt 5 ausgekreuzte und 5 gültige Verkehrszeichen vorhanden sind, dann sind das 10 Schilder, die in der Vorbeifahrt verarbeitet und richtig interpretiert werden müssen. Dies ist dem Verkehrsteilnehmer in der Regel nicht zuzumuten, denn seine Aufmerksamkeit kann nicht allein auf Verkehrszeichen beschränkt werden.

 
 

 

 
 

Die Verantwortlichen müssen begreifen, dass Sie die gewünschten Regelungen kennen - der Verkehrsteilnehmer muss hingegen in Sekundenbruchteilen eine komplette Verkehrsführung richtig erfassen und Entscheidungen treffen. Alles, was diese Wahrnehmung beeinträchtigen kann, muss nach Möglichkeit reduziert werden. Das Auskreuzen sollte daher nur bei Wegweisern angewandt werden und in anderen Fällen nur dort, wo es der Klarstellung dient. Ansonsten sind nicht benötigte Verkehrszeichen vorzugsweise abzudecken, sofern sie nicht ersetzt, weggedreht, oder demontiert werden können.

 
     

 

Außerkraftsetzen ist behördlich anzuordnen
Es steht außer Frage, dass z.B. ein Zeichen 306 außer Kraft gesetzt werden muss, wenn die neue Regelung ein Zeichen 206 vorsieht. Entsprechend findet sich in vielen verkehrsrechtlichen Anordnungen der Hinweis, dass Verkehrszeichen, die der neuen Regelung entgegen stehen bzw. für Widersprüche sorgen könnten, auszukreuzen oder abzudecken sind.

Pauschale Festlegungen wie diese sind genau genommen unzulässig, denn in der Regel ist eine konkrete Angabe erforderlich, welche Verkehrszeichen außer Kraft gesetzt werden sollen und wie dies zu erfolgen hat. Hierzu müssen die jeweiligen Schilder im Verkehrszeichenplan als Bestand enthalten sein und rot durchkreuzt dargestellt werden - mit entsprechenden Hinweisen, wie die "Entwertung" zu erfolgen hat.

Entgegen der Praxis liegt es also nicht allein im Ermessen des Montagepersonals, welche Verkehrszeichen ausgekreuzt, abgedeckt, ergänzt, weggedreht oder demontiert werden. Natürlich dürfen private Unternehmen die notwendigen Maßnahmen planen - das Ergebnis muss aber behördlich genehmigt werden.

 

     
 

 

 

 

 

 

 

Im gezeigten Beispiel wurde mit mobilen Verkehrszeichen eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf 50km/h beschildert - allerdings nur am Beginn der Strecke, jeweils in beide Fahrtrichtungen (Markierungsarbeiten). Etwa in der Mitte dieser Strecke befindet sich eine Einmündung (Fotos) - die Beschränkung auf 50km/h wurde jedoch nicht wiederholt. Für denjenigen, der die Strecke bereits befährt, gilt das Streckenverbot (50km/h) natürlich weiter. Wer jedoch aus der Einmündung auf die Strecke einbiegt, bekommt diese Information nicht. Für ihn ist die ausgekreuzte 70 maßgeblich, mit der Folge, dass (vorbehaltlich der Geschwindigkeitsreduzierung durch das Gefahrzeichen), lediglich die außerorts übliche Beschränkung auf 100km/h gilt. Dieses Beispiel zeigt, zu welchen Ergebnissen die "Einschätzung" durch Dienstleistungsunternehmen führen kann. Folglich kann es private Dritten nicht allein überlassen sein, wie die Beschilderung von Arbeitsstellen erfolgt und welche Verkehrszeichen deaktiviert werden. Den zuständigen Behörden obliegen entsprechende Amtspflichten, denen leider nicht hinreichend nachgekommen wird. Damit haben wir auch eine wunderbare Überleitung zur Bildergalerie.

 

 

 

 

     
 

BILDERGALERIE

 
     
 

 

 
 

 

 

 

Wie am Beginn der Seite angekündigt, folgen hier weitere Bilder der blauen "Auskreuzvorrichtungen". Es ist davon auszugehen, dass die Lösung eigentlich so aussehen sollte, wie in der Fotomontage dargestellt - daher eine berührungsfreie Abdeckplatte.

 

 
 

 

 
 

 
 

 

Merkwürdig, aber konsequent...

 

 
 

 

 
 

 

 

 

...auch in der Gegenrichtung.

 

 
     
 

 
 

 

...wie gesagt - die Sache hat Methode.

 

 
     
 

 
 

 

Hier wird die Fahrbahndecke erneuert und der Verkehr via LSA geregelt (halbseitige Sperrung, in diesem Fall links an der Insel vorbei). Und da solche Verkehrsinseln selten Bestandteil der Planung sind (was sie eigentlich sein sollten), muss eben improvisiert werden. Um die rechtsweisende Leitplatte ebenfalls abzudecken, hätte der Mitarbeiter vermutlich seine Hose ausziehen müssen - aber gut, dass geht dann angesichts der herbstlichen Temperaturen doch zu weit. Wäre hier eine sachgerechte Vorbereitung erfolgt, hätte man einen Bodenhülsenschlüssel mitgebracht und das Schild kurzerhand entfernt.

 

 
     
 

 
 

 

Netter Versuch. Vielleicht wäre ein Spannbettlaken besser geeignet?

 

 
     
 

 
 

 

Diese Lösung ist gleich zwei mal gelungen: Einerseits stimmt die Lenkungstafel nicht mit der nachfolgenden Verkehrsführung überein (der linke Fahrstreifen bleibt erhalten). Zudem wurde beim Zusatzzeichen eine Null ausgekreuzt, um die ursprünglichen 200m in 20m zu ändern. Derartige Änderungen sind unzweckmäßig und verkehrsrechtlich auch unzulässig (wobei es in diesem Fall unkritisch ist).

 

 
 

 

 
 

 
 

 

Der pflichtbewusste Monteur einer Verkehrssicherungsfirma entwertet sogar die Längenangabe, obwohl dies bereits durch das Graffiti erfolgt. Vielleicht wollte man aber auch ein Zeichen setzen, dass Schmierereien auf Verkehrszeichen nicht erwünscht sind? In jedem Fall wäre die Lenkungstafel mit roten, retroreflektierenden Auskreuzvorrichtungen zu entwerten - die stattdessen eingesetzten Abdeckbänder sind bei Dunkelheit nur schwarze Striche.

 

 
 

 

 
 

 
 

 

Hier hat man wiederum ganz auf das Auskreuzen verzichtet - ebenso auf die erforderlichen gelben Warnleuchten im Bereich der Querabsperrung.

 

 
 

 

 
 

 
 

 

...dabei ist die fachgerechte Ausführung nun wahrlich kein Problem. (Auf die Bearbeitung der Leitbaken wurde verzichtet)

 

 
 

 

 
 

 

 
 

 
 

 

Besser als Auskreuzen, aber in der Ausführung dennoch fragwürdig.

 

 
 

 

 
 

 
 

 

Dies ist ein klassisches Beispiel für unzureichende Vorbereitung. Gesperrt ist lediglich die Zufahrt nach Waldeck - was hier genau "ausgekreuzt" ist, bleibt unklar. Besser wäre die Montage der Auskreuzvorrichtung am rechten Schildrand, ein schmaleres Montagerohr und schmalere Auskreuzstreifen.

 

 
 

 

 
 

 
 

 

...Endstation

 

 
     
 

 
 

 

Immerhin ein rotes, retroreflektierendes Kreuz. Leider wird nicht ersichtlich, ob die Fahrtrichtung zur A4 bzw. A9 ebenfalls gesperrt ist, denn dieser Zielblock ist nicht ausgekreuzt. Die ebenfalls nicht ausgekreuzten Bedarfsumleitungen verstärken diesen Eindruck - man kann es einem Fahrzeugführer also nur bedingt verübeln, wenn er zwischen den nur lückenhaft aufgestellten Leitbaken hindurch direkt ins offene Gleisbett fährt. Richtig wäre es, die Umleitungsschilder entweder auch auszukreuzen, oder mit anderen -rechtsweisenden- Umleitungsschildern zu ersetzen. Den gelben Wegweiser hätte man vollständig auskreuzen müssen - alternativ könnte man jedoch auch den Geradauspfeil mit einer berückungslosen Abdeckplatte in einen rechtsweisenden Pfeil ändern.

 

 
     
 

 
 

 

Hier wurde durch einen kommunalen Bauhof eine Umleitung ausgewiesen. Die Art der Ausführung des "Verkehrszeichens" ist an sich schon schlimm genug (im Prinzip ist hier eine Behörde tätig). Die fehlende Auskreuzung des gesperrten Fernziels macht das Gesamtbild komplett. Geht es nun geradeaus oder rechts herum nach Ilmenau? Und dann wundern sich die Verantwortlichen, wenn der Verkehrsteilnehmer seinem Navi folgt, anstatt sich von Verkehrszeichen leiten zu lassen.

 

 
     
 

 
 

 

Ähnlich ist der Sachverhalt hier. Zwar ist mit dem selbst gebastelten Zeichen 214 und den Leitbaken eine hinreichende Beschilderung vorhanden, jedoch wurden die Wegweiser in kleinster Weise ausgekreuzt. Fahrtrichtungsgebot und Wegweisung widersprechen sich.

 

 
 

 

 
 

 
 

 

Situationen wie diese führen dazu, dass Verkehrszeichen unbeachtet bleiben bzw. ignoriert werden. Im ungünstigsten Fall (BAB-Sperrung wegen Unfall) folgt der komplette abgeleitete Autobahnverkehr der Bedarfsumleitung direkt in die Sackgasse. Hier hätten also nicht nur die Wegweiser ausgekreuzt werden müssen, sondern es besteht auch das Erfordernis, die Bedarfsumleitung anzupassen.

 

 
 

 

 
 

 
 

 

Fabrikneuer Vorwegweiser. Professionelle Montagevorrichtungen für Abdecktafeln (links und oben) und das Pendant aus Pappe. Kritisch ist hier insbesondere die Verwendung von Gewebe-Klebeband zur Befestigung, denn der Kleber kann die Schildoberfläche angreifen. Auch können bei der Demontage Klebstoffreste auf der Schildoberfläche verbleiben - Phantomspuren sind das Ergebnis. Wird anschließend versucht, die Klebereste mit entsprechenden Reinigern zu lösen, kann dies wiederum zur Beschädigung der Schildoberfläche führen. Letztendlich kann es also passieren, dass ein fabrikneuer Vorwegweiser ersetzt werden muss.

 

 

 

 

 

 

 

 

Suhl und Autohof scheinen noch erreichbar zu sein - dem ist aber nicht so. Entsprechend hätte man das Kreuz etwas großzügiger ausführen müssen.

 

Fotomontage

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Eigentlich gut gelöst. Das Kreuz müsste jedoch breiter und insgesamt größer ausgeführt werden, so das auch die Ziele Marsberg und Scherfede mit erfasst werden.

 

 

     
 

 
 

 

Tja... wo soll man hier anfangen? Der ortsfeste Schilderbaum ist von Haus aus bemerkenswert - auf die vielen verkehrsrechtlichen Fehler, die bereits hier vorhanden sind, wollen wir an dieser Stelle aber nicht eingehen. Im Zusammenhang mit den mobil aufgestellten Verkehrszeichen entsteht in jedem Fall ein Schilderwald, der den Verkehrsteilnehmer überfordert. Zunächst könnte das mobile Haltverbot mit Inkrafttreten eingespart werden, denn ein Haltverbot existiert bereits (ortsfest). Hier hätte man also nur das Zusatzzeichen "Fr 7-9h" außer Kraft setzen müssen (vorbehaltlich der Vorlaufzeiten für Haltverbote - 3 Tage-Regelung usw.). Zur weiteren Ausführung bzw. Notwendigkeit der einzelnen Zeichen kann man ebenfalls geteilter Meinung sein - wichtig ist nur, dass diese Zeichen auch hinreichend wahrgenommen werden können. Bei insgesamt 10 Schildern auf einem "Haufen", kann vom Sichtbarkeitsgrundsatz keine Rede mehr sein. Insofern ist es in solchen Fällen ratsam, nicht benötigte Verkehrszeichen vollständig Grau abzudecken, oder sie zu demontieren - denn der Verkehrsteilnehmer muss auch ausgekreuzte Verkehrszeichen wahrnehmen und diese als ungültig interpretieren.

 

 
     
 

 
 

 

Unter dem aufgeschraubten Pfeilwegweiser (welcher ursprünglich mal nach Ilmenau und Königsee geführt hat), befindet sich der Schriftzug "Rudolstadt". Diese an sich schon recht fragwürdige Ausführung, wurde im Zuge einer Straßensperrung montiert, welche wiederum in Zusammenhang mit einer größeren Baumaßnahme stand (der Bau eines Straßentunnels). Mit Inbetriebnahme des Tunnels im Jahr 2010 wurde die Straßensperrung wieder aufgehoben - was natürlich nicht bedeuten muss, dass man auch diese Abdeckung wieder entfernt. Und so geht es auch heute noch nach "Nirgendwo" wenn man links abbiegt. Bemerkenswert ist, dass die Strecke ohne Zielangabe als Umleitung dient, wenn der Tunnel wegen Wartungsarbeiten gesperrt ist. Entsprechend hat man es in diesem Zusammenhang auch schon einmal vollbracht, die Tafel vorübergehend zu entfernen (da sind wir wieder beim Ermessen der Verkehrssicherungsfirmen). Nachdem die Umleitung beendet war, wurde die Tafel wieder montiert. Und wenn die Schrauben nicht weggerostet sind, dann hängt sie da noch heute (Stichwort Verkehrsschau, Streckenkontrolle usw.).

 

 

 

 

 

 

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Stand: 10/2015

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