Bildergalerie zu Umleitungen

 

 

Wie man sieht geht es an der nächsten Kreuzung u.a. zur Polizei. Die scheint trotz unmittelbarer Nachbarschaft nichts ungewöhnliches festzustellen, genau wie die zuständige Behörde. Zunächst ist es bemerkenswert, dass sich auf nicht mal 50m Länge insgesamt 21 Verkehrszeichen befinden - und da ist die Ankündigung der Umleitung noch nicht mitgerechnet. Die hier angekündigte Sperrung folgt unmittelbar an der nachfolgenden Kreuzung, folglich ist die Planskizze vollkommen überflüssig. Es genügt die Wegweisung mit Zeichen 455.1 und ggf. einer zusätzlichen Ankündigung, die ebenfalls mit Zeichen 455.1 erfolgen kann. Der Hinweis auf die Sackgasse ist unzweckmäßig, denn am nachfolgenden Knoten darf man gar nicht links abbiegen (Zeichen 214-20). Damit erübrigt sich auch das Zeichen 151 nebst Zusatzzeichen - zumindest während der Bauzeit. Zeichen 455.1 und 214 stehen blockierend auf dem Gehweg. Leitbaken sind grundsätzlich nicht auf Geh- und Radwegen aufzustellen - in diesem Fall sind sie zudem falsch weisend. Und auch wenn es in dieser Galerie um Umleitungen geht: Eine Parkscheibenpflicht lässt sich nicht in Kombination mit Zeichen 325.1 erwirken - dies gibt der §13 StVO nicht her.

 

 

Teil 1 - Planskizzen

 

 

Im Sinne der StVO gilt: Die Planskizze kündigt sich auf Grund ihrer Größe von selbst an. Wozu dann das Zeichen 457.1, unmittelbar unter der Tafel? Wenn man dieses Zeichen schon einsetzt, dann separat mit einer Entfernungsangabe. Die Planskizze selbst ist ausnahmsweise in einem guten Zustand, aber nachlässig gestaltet. Die Schrift ist zu klein, als Schriftart kommt lediglich die Engschrift zur Anwendung, obwohl Mittelschrift besser lesbar ist, der Pfeil ist an den Rand geklebt, die "Sperrscheibe" entspricht nicht den Abmessungen von Zeichen 250 nach StVO und über welche Zwischenziele die Umleitung führt, wird auch nicht angegeben.

 

 

 

Fotomontage: So könnte die Ankündigung der Umleitung auch aussehen.

 

 

 

Was will uns diese Tafel sagen? Das es geradeaus nach Maua Richtung Leutra geht? Wozu dann die Umleitung? Oder ist die Bedeutung "Wer über Maua Richtung Leutra will, muss die Umleitung nehmen? Natürlich ist das tolle Umleitungs-Symbol nicht retroreflektierend ausgeführt - bei Dunkelheit ist es folglich nicht erkennbar. Das Zeichen 250 hingegen besteht aus Folie RA2 - die Tafel jedoch nur aus Folie RA1.

 

 

 

Wo kommen wir her, wo wollen wir hin?

 

 

 

Auch im Detail sehr gelungen.

 

 

 

Eigentlich könnte man die Pfeilspitze auch direkt auf den Rand kleben.

 

 

 

 

Die angezeigte Sperrung erfolgt etwa 30m hinter der Tafel, in der folgenden Nebenstraße - die Absperrschranke nebst Zeichen 250 ist von hier aus gut sichtbar. Die Planskizze, die eigentlich mehr einem Vorwegweiser ähnelt, ist damit weitgehend sinnlos, denn sie zeigt lediglich die Sperrung an, aber keine Umleitungsstrecke.

 

Hier ist wiederum die Umleitungsstrecke abgebildet, aber so detailliert und so klein, dass sie in der Vorbeifahrt überhaupt nicht zu erfassen ist. Solche Kunstwerke sind in der Herstellung sehr aufwändig  und damit kostspielig - vom praktischen Nutzen her aber vollkommen überflüssig.

 

 

 

Auch für Planskizzen gilt eine Aufstellhöhe von 2,00m über Gehwegen (Unterkante Schild). Nun kann man an dieser Stelle natürlich damit argumentieren, dass die verbleibende Restbreite des Gehweges ausreichend ist, wodurch die Reduzierung der Aufstellhöhe zunächst kein Problem darstellt. Die Vorgaben zur Aufstellhöhe dienen jedoch nicht allein dem Schutz der Fußgänger, sondern auch der Sichtbarkeit. Sind Verkehrszeichen zu niedrig angebracht, werden sie durch vorausfahrende oder parkende Fahrzeuge verdeckt. Hinzu kommt das Problem, dass die gezeigte Lösung natürlich auch dort zur Anwendung kommt, wo die Gehwege eigentlich zu schmal sind und man zur Wahrung der Mindestbreiten nebst Lichtraum (also mindestens 1m breit und 2,00m hoch) eigentlich eine andere Aufstellvorrichtung bräuchte. Ist der LKW ausschließlich mit Einrichtungen dieser Art beladen (weil auch das Lager keine anderen Lösungen bereit hält, kann man auf die Erfordernisse vor Ort nicht reagieren. Wenn man jedoch bei der Dimensionierung immer von mindestens 2,00m Unterkante ausgeht und das entsprechende Material in ausreichender Menge vorhält, lässt sich in nahezu jeder Situation eine fachgerechte Aufstellung gewährleisten.

 

 

 

Wer die Informationsbroschüren des hier tätigen Unternehmens kennt, wird feststellen das die Monteure diese Prospekte offensichtlich selbst nicht lesen. Unabhängig davon, wie man zu Inhalt dieser Prospekte steht, sind die enthaltenen Überlegungen und Empfehlungen für die gesamte Branche sehr wertvoll. Umso ärgerlicher ist es, wenn die Praxis in allen Punkten sowohl den hauseigenen Broschüren, als auch den einschlägigen Vorgaben und Regelwerken widerspricht.

 

 

 

Der Mangel beginnt zunächst mit der viel zu kleinen Schrifthöhe, der Verwendung von Engschrift anstelle von Mittelschrift, der Darstellung mit führenden Nullen sowie dem Umstand, dass der rote Schriftzug aus normaler Klebefolie besteht und somit bei Dunkelheit eben nicht Rot, sondern Schwarz erscheint. Da die Planskizze ohnehin ein Zeichen 250 enthält, was bereits für "Vollsperrung" steht, ist der rote Text zudem überflüssig. Die eingesetzte Tafel ist für die Vielzahl an Informationen viel zu klein. Durch das manuelle Aktivieren bzw. Deaktivieren der Umleitung (Klebekreuz über Zeichen 250) ist es auch vertretbar, für die zweite Baumaßnahme ein gesondertes Schild zu fertigen, was nach Beendigung der ersten Sperrung ausgetauscht wird.

 

 

 

Ungeachtet der fragwürdigen Beschriftung ist natürlich auch die Montage mangelhaft. Hier haben wir genau den zuvor beschriebenen Fall, der durch die konsequente Vorhaltung von geeigneten Aufstellvorrichtungen vermieden werden kann. In diesem Fall ist das eingesetzte Schaftrohr zu kurz. Zu kurz, um die vorgeschriebene Aufstellhöhe von 2,00m einzuhalten und zu kurz, damit die untere Befestigungsschelle das untere Schild halten kann. Folglich hängt dieses nur mit dem Aluprofil lose auf der oberen Schelle auf und flattert entsprechend im Wind.

 

 

 

 

Aufnahme vom 15.11.2013

 

Aufnahme vom 08.03.2014

 

 

Welche Schlüsse zieht man, wenn ein Verkehrszeichen vom Sturm umgeworfen wurde? Natürlich keinesfalls die Erkenntnis, dass die Aufstellvorrichtung unterdimensioniert ist. Also stellt man das Schild einfach wieder auf - bis zum nächsten Sturm. Auch dieser Zustand (rechtes Bild) bestand über mehrere Wochen.

 

 

 

Bis auf wenige Ausnahmen (Schrifthöhe zu klein, DIN 1451 Mittelschrift ist vom Platz her möglich, wurde aber nicht genutzt, kein BAB-Zielblock) ist diese Tafel an sich gut gestaltet. Doch auch hier ist wie üblich die Aufstellvorrichtung ungeeignet und die Aufstellhöhe zu gering.

 

 

 

Auch hier sind die relevanten Werte nicht eingehalten und der Gehweg durch die Tafel blockiert. Der erforderliche Lichtraum für Fußgänger beträgt mindestens 1,00m x 2,00m (Breite x Höhe). An dieser Stelle bewegen sich schließlich auch Personen mit Kinderwagen, Rollstühlen oder Rollatoren.

 

 

 

Tafel am Tag

 

Tafel bei Dunkelheit

 

 

Die Tafel wurde innerhalb des schwarzen Randes mit einer konventionellen weißen Folie beklebt. Was am Tag recht gut aussieht, ist bei Dunkelheit mehr als unzureichend. Nur die farbigen Inhalte und der weiße Kontraststreifen reflektieren das Licht zurück zum Fahrzeugführer, der Rest bleibt dunkel. Dadurch sind die Pfeile und der Text nicht erkennbar.

 

 

 

Planskizze bei Dunkelheit, mit deutlich erkennbaren Kleberesten.

 

 

 

Hinweistafel in ähnlichem Zustand.

 

 

 

Keine Planskizze, aber hinsichtlich der Retroreflexion ebenfalls schrottreif. Ungeachtet des schlechten Zustandes entsprechen BAB- und Bundesstraßennummer nicht der amtlichen Gestaltung von Zeichen 401 bzw. 405. Das rote Kreuz im Krankenhaus-Piktogramm wurde natürlich nicht retroreflektierend ausgeführt und wirkt folglich schwarz.

 

 

 

Mit dem Wissen, dass es einerseits vorgeschriebene Kontrollen bei Dunkelheit gibt und andererseits auch die Abnahme von geänderten Verkehrsführungen und Umleitungen bei Dunkelheit geboten ist, wird die Existenz solcher Tafeln nur schwer begreiflich. Entsprechende Gesetzmäßigkeiten und Vorgaben existieren seit vielen Jahren, werden jedoch nicht angewandt.

 

 

 

Abgesehen von der grafischen Gestaltung und Schriftsetzung: Wer soll den gesamten Inhalt in der Vorbeifahrt erfassen?

 

 

 

Es gibt keine gesicherten Erkenntnisse über das Fahrverhalten an dieser Stelle, aber im Hinblick auf die Geisterfahrer-Diskussion der letzten Jahre sollte man auf Richtungsfahrbahnen nicht unbedingt zum Wenden auffordern - selbst wenn es so natürlich nicht gemeint ist. Auch diese Tafel ist mit Informationen völlig überfrachtet. Die Engschrift, die in der Breite zusätzlich gequetscht wurde trägt zum zweifelhaften Gesamtbild bei. Natürlich ist auch in diesem Fall die Aufstellhöhe zu gering.

 

 

 

 

 

 

Ungeeignete Aufstellvorrichtung, mangelhafte Standsicherheit und unzureichende Aufstellhöhe. Die Tafeln wurden innerhalb des schwarzen Randes mit einer konventionellen weißen Folie beklebt. Nur die farbigen Inhalte reflektieren das Licht zurück zum Fahrzeugführer, der Rest bleibt dunkel. Dadurch sind die Pfeile und der Text nicht erkennbar.

 

 

 

 

Dieses Bild stammt aus dem Archiv der Bundesanstalt für Straßenwesen und zeigt Planskizze aus den 50er Jahren. Spaß beiseite: Was aussieht wie eine historische Aufnahme ist in Wahrheit das Ergebnis einer Fotobearbeitung.

 

So sieht das Originalfoto aus - die Aufnahme stammt aus dem Jahr 2011. Egal welche Vorgaben man bemüht - keine wurde hier umgesetzt bzw. eingehalten.

 

 

 

Keine Planskizze, aber ein sehr gutes Beispiel für Kunst im Straßenverkehr. Auch hier die Frage, wie man dieses Werk in der Vorbeifahrt erfassen soll.

 

 

 

Diese Tafel blockiert nicht nur den Radweg, sie ist auch von Inhalt her etwas fragwürdig, denn der Text zur gesperrten L1046 befindet sich genau über der Fahrtrichtung, die als Umleitung dient.

 

 

 

Grafisch gesehen ist die Tafel in Ordnung, wobei man Details verbessern kann, indem man z.B. BAB-Symbole für die Autobahn-Nummern einsetzt. Die Aufstellvorrichtung ist jedoch mehr als fragwürdig. Holzlatten oder Balken sind zur Montage von Verkehrszeichen grundsätzlich nicht zulässig. Erforderlicher Ballast ist stets mit Fußplatten zu realisieren, aber nicht durch mit Beton gefüllte Fässer. Die Tafel steht zudem viel zu nah am Fahrbahnrand.

 

 

 

Auch in diesem Fall unzulässige Aufstellung mit Holzlatten - die Tafel als solche ist natürlich noch besser: Zunächst ist dies ein schönes Beispiel für die Koordination von Baumaßnahmen, denn hier ist offensichtlich das halbe Straßennetz gesperrt. Abgesehen davon, dass die grafische Gestaltung nicht ansatzweise den geltenden Vorgaben entspricht, dürfte diese Tafel in der Vorbeifahrt nicht zu erfassen sein. Dieser Mangel wird bei Dunkelheit noch verstärkt, da die Grundfläche nicht retroreflektierend ausgeführt ist. Die roten Kringel, welche Zeichen 250 darstellen sollen, dürften bei Nacht genau so wirken, wie die schwarzen Knoten im Straßennetz.

 

 

 

 

 

 

Ein paar Worte zur Aufstellhöhe? Nein lieber nicht. Zum Standort: Es sollte generell vermieden werden, die Planskizze unmittelbar unter Vorwegweisern bzw. unmittelbar in deren Nähe aufzustellen. In diesem Fall muss der Verkehrsteilnehmer Wegweiser und Planskizze gleichzeitig erfassen, was insbesondere im linken Beispiel nahezu unmöglich ist.

 

 

 

 

 

 

Auch diese Tafeln sind in der Vorbeifahrt nur schwer zu erfassen. In solchen Fällen ist es besser, die Inhalte auf getrennten Tafeln zu zeigen. Daher zunächst eine Tafel mit dem verbalen Hinweis auf die Sperrung (hier im oberen Teil der Planskizze) und anschließend die Planskizze, die natürlich auf das wesendliche zu reduzieren ist.

 

 

 

Überflüssiger Einsatz einer Planskizze im Wegweiser-Design. Die Fahrstreifensperrung sowie die nachfolgende Sperrung der Fahrbahn, lassen keinen Zweifel darüber, dass es geradeaus nicht weiter geht. Hier hätte ein rechtsweisendes Zeichen 455.1 genügt.

 

 

 

Hier wird zweifellos mit Kanonen auf Spatzen geschossen. Eine kleinere Tafel hätte den Zweck auch erfüllt - dann hätte man auch nicht den Gehweg (links vom Schild) mit Betonfundamenten blockieren müssen. Tafeln dieser Größe wünscht man sich eigentlich auf Autobahnen und sonstigen Schnellstraßen - denn hier werden in der Praxis oft normale Tafeln der Größe 1600x1250mm eingesetzt, die dann visuell zur "Briefmarke" werden und inhaltlich nicht zu erfassen sind.

 

 

 

Diese Tafel will uns sagen, dass wir eine Umleitung von knapp 80km Länge fahren sollen, um nach Triptis zu gelangen. Zunächst fährt man auf die B85 Richtung Rudolstadt, von dort auf der B88 nach Jena, dort auf die A4 bis zum Hermsdorfer Kreuz und dort wiederum auf die A9 nach Triptis - nun, wer hätte das gedacht?

 

 

 

Natürlich entsprechen die Symbole nicht den üblichen Gestaltungsvorgaben nach StVO.

 

 

 

Hier wird - stellvertretend für alle anderen Verkehrszeichen - mehr als deutlich, warum außerorts ein Seitenabstand von 1,50m (Außenkante Schild) sowie eine Aufstellhöhe von 1,50m nicht nur vorgeschrieben, sondern vor allem sinnvoll ist.

 

 

Teil 2 - Wegweisung, Qualität der Verkehrszeichen und Montage

 

 

Oh - vielen Dank für den Hinweis!

 

 

 

U 20, U 13, U nix.

 

 

 

Eine sinnvolle Koordination von Baumaßnahmen kann solche Situationen vermeiden helfen.

 

 

 

Warum heißen Kabelbinder eigentlich Kabelbinder und nicht "Schilderbinder"? Darum!

 

 

 

Gestaltung und Qualität von Verkehrszeichen in der Theorie (Fotomontage)

 

 

 

Gestaltung und Qualität von Verkehrszeichen in der Praxis (Bundesstraße)

 

 

 

Was beim nachfolgenden Zeichen 455.1 funktioniert, muss nicht notwendigerweise auch bei der Ankündigung umgesetzt werden - denn hier verhindert das Montagekonzept die fachgerechte Anbringung der Zielangabe über dem Zeichen 457.1.

 

 

 

Zunächst ist anzumerken, dass Umleitungszeichen an solchen Stellen (Ausfahrt BAB) stets linksbündig über der Ausfahrttafel anzubringen sind. In diesem Fall wurde das Schild mit der Zielangabe vom Verkehrssicherer selbst hergestellt. Es handelt sich um eine blaue Reflexfolie mit weißer, nicht retroreflektierender Schrift. Auch der weiße Rand ist in dieser Weise ausgeführt. Folglich überstrahlt die blaue Grundfläche die Schrift, so dass die Zielangabe nicht bzw. sehr schlecht lesbar ist. Die blaue Grundfolie entspricht zudem nicht der Folie auf dem Umleitungsschild. Insgesamt eine mangelhafte

 

 

 

Hier wurden jegliche Kriterien zur Ausführung von Verkehrszeichen missachtet. Das Schild ähnelt eher einem Straßennamenschild, als einer Zielangabe.

 

 

 

Mit Blitzlicht fotografiert offenbart sich ein weiterer Fehler: Die Schrift wurde nicht retroreflektierend ausgeführt, sondern besteht aus "normaler" weißer Klebefolie.

 

 

 

Entsprechend ist die Zielangabe bei Dunkelheit für den Verkehrsteilnehmer nicht lesbar. Immerhin übernimmt diese Funktion der vorhandene Wegweiser. Letztendlich wird hier aber eine Leistung vergütet, die nicht vertragsgemäß erbracht wurde.

 

 

 

RAL-Güteverkehrszeichen? Fehlanzeige. Bastelkram wie dieser, ist auch im Bereich der Autobahn zu finden - insbesondere Dank ausbleibender Abnahme und unzureichender Kontrolle. Allein auf dem Umleitungsschild befinden sich drei verschiedene Folien. Es handelt sich ursprünglich um ein geradeaus weisendes Schild mit Nummer. Diese Nummer wurde mit blauer Reflexfolie überklebt - schon dies entspricht nicht den Gütebedingungen. Ergänzend dazu wurde auch der Geradeauspfeil überklebt, jedoch mit einer anderen Folie (RA2/C). Der linksweisende Pfeil besteht aus "normaler" weißer Folie, damit man ihn leicht wieder entfernen kann. Da die blaue Reflexfolie die nicht retroreflektierende Folie überstrahlt, wirkt der Pfeil wesentlich dunkler. Ähnlich verhält es sich bei der nachträglich aufgeklebten Zahl und der Zielangabe "Schweinfurt". Alles was im Sinne einer weiteren Nutzung wieder entfernt werden muss, wird aus normaler Folie gefertigt, da sich Reflexfolie in der Regel nicht wieder ablösen lässt. Sehr praktisch für die Verkehrssicherungsfirma, mehr als ungünstig für die Erkennbarkeit und im Sinne der Vorschriften absolut unzulässig.

 

 

 

Situation bei Dunkelheit.

 

 

 

Andere Stelle, ähnliches Konzept.

 

 

 

Abnahme durch die Behörde? Wozu denn - die Firmen wissen schließlich, was sie tun müssen, es sind schließlich Fachfirmen.

 

 

 

Aus PKW-Perspektive verdeckt das Kettengeländer das Umleitungsschild. Es mag sicherlich verwunderlich erscheinen, dass man in diesem Fall eigentlich ein 4m langes Schaftrohr nebst geeigneter Aufstellvorrichtung benötigt. Aber: Das ist nun mal so, wenn die Zeichen fachgerecht aufgestellt werden sollen.

 

 

 

Auf Baumscheiben und Grünstreifen ist eine Aufstellhöhe von 1,50m vorgesehen - das Foto zeigt den Grund. Hätte man das Zeichen eine Baumscheibe weiter vorn aufgestellt und in der entsprechenden Höhe montiert, wäre dies der Sichtbarkeit durchaus dienlich.

 

 

 

Während wir an dieser Stelle ein schönes Beispiel für regelmäßige Kontrolle und Wartung haben...

 

 

 

...zeigt sich an dieser Stelle, wie wichtig die Abnahme durch die zuständige Behörde ist. Denn wenn wir anstelle der Umleitung zu folgen links abbiegen...

 

 

 

...wird mit diesem Schild (und natürlich in Kenntnis der eigentlichen Streckenführung) deutlich, dass die Umleitungswegweisung im vorherigen Bild eigentlich nach links zeigen sollte. Niemand ist fehlerfrei und natürlich kann es passieren, dass man bei der Montage zum falschen Schild greift, oder ggf. sogar der Verkehrszeichenplan an dieser Stelle einen Fehler enthält. Die Abnahme durch die Behörde ist letztendlich dazu da, solche Fehler zu erkennen und zu korrigieren. In diesem Fall zeigt sich natürlich, wie konsequent die Pflicht zur Abnahme wahrgenommen wird, nämlich gar nicht. Und dann wundern sich die Verantwortlichen, warum die Verkehrsteilnehmer sich lieber vom Navi leiten lassen, als auf (falsche) Umleitungsschilder zu achten.

 

 

 

 

 

Hier teilen sich zwei Maßnahmen und zwei Verkehrssicherungsfirmen eine Umleitungsnummer (U3).

 

 

 

Ohne Worte.

 

 

 

Eine Leiter oder Hebebühne war bei der Montage der Auskreuzvorrichtung offenbar nicht vorhanden. Wie gut, dass dadurch das Ziel "Deponie" noch erkennbar ist, denn dort gehört die verbastelte Umleitungsbeschilderung hin.

 

 

 

Improvisationsgeschick ist ja schön und gut, aber die Gedankengänge einiger Monteure sind nur schwer nachvollziehbar. Mögliche Antwort auf die Frage nach dem Warum: "Was stimmt denn nicht? Es war doch Größe 2 ausgeschrieben!"

 

 

 

unzureichende Standsicherheit, gepaart mit ausbleibender Kontrolle und Wartung (Zustand über mehrere Wochen)

 

 

 

Die Ankündigung (Zeichen 457.1) wird gerade im Fluss unter der Brücke gereinigt (Der Waschvorgang dauerte mehrere Wochen).

 

 

 

Der Umleitungswegweiser (Zeichen 455.1) wird ebenfalls im Fluss unter der Brücke gewaschen. Vandalismus ist sicherlich ein großes Problem, mangelnde Kontrollen aber umso mehr.

 

 

 

 

Aufnahme vom 31.10.2013

 

Aufnahme vom 15.11.2013

 

 

 

 

 

Im Nachhinein betrachtet hätte man hier einen schönen Zeitraffer gestalten können, leider hat der Autor hierfür zu wenig Fotos. Sonst könnte der Leser jetzt den Verfall dieser Beschilderung als Animation betrachten, umrahmt von den verschiedenen Jahreszeiten. Denn dieser Zustand war nicht nur über Tage oder Wochen, sondern über Monate gegeben. Zwischenzeitlich wurde zumindest das Zusatzzeichen wieder gerade gebogen.

 

 

 

 

Aufnahme vom 11.10.2014

 

Aufnahme vom 24.10.2014

 

 

 

Die Aufstellhöhe beim vorderen Schild ist vorbildlich - bei hinteren Schild lässt sie hingegen zu wünschen übrig. Sofern man hier keinen Gehweg sehen will (nachvollziehbar), so beträgt die Mindesthöhe dennoch 1,50m. Im Sinne der Sichtbarkeit sollten jedoch auch in solchen Fällen die 2,00m angestrebt werden. Das hintere Schild zeigt wiederum wie Zielangaben korrekt ausgeführt werden. Beim vorderen Schild ist die entsprechende Änderung der StVO vermutlich an den Verantwortlichen vorbeigegangen, genau wie die grundlegenden Vorgaben zur Gestaltung von Verkehrszeichen.

 

 

 

Hier wurde eine Umleitung eingerichtet, die direkt zu der gesperrten Anschlussstelle (AS Gotha Boxberg) führt - also eine Umleitung, die gewissermaßen in einer Sackgasse endet. Gedacht war die Umleitung für den Autobahnverkehr, denn dieser musste eine Ausfahrt vorher abfahren um dann wieder auf die ursprünglich von der BAB abgehende Straße zu gelangen. Wer jedoch im Nebenstreckennetz auf die Umleitung trifft, wird zur Anschlussstelle geleitet, kann dort aber nicht auf die Autobahn auffahren.

 

 

 

Straßensperrung nebst Umleitung, realisiert durch den städtischen Bauhof - hier ist also eine Behörde tätig. Abgesehen von der mehr als fragwürdigen Gestaltung des Zeichens, existiert hier auch ein Konflikt in der Zielführung, da der ortsfeste Vorwegweiser nicht ausgekreuzt wurde. Die mangelhafte Standsicherheit in Kombination mit einer angeknabberten Fußplatte sowie die unzureichende Aufstellhöhe gehört auch im kommunalen Bereich zum Standard.

 

 

 

 

 

 

 

 

Obwohl es sich hier um hochwertige Fußplatten handelt, bei denen das Schaftrohr problemlos durch beide 40er Öffnungen gesteckt werden kann, wurde bei der oberen Fußplatte die 60er Öffnung genutzt. Folglich ist diese Fußplatte um das Scharfrohr drehbar.

 

Was sich wohl unter dem Abdeckband versteckt? In jedem Fall sind solche Improvisationen unzulässig, die verkehrsrechtliche Anordnung ist nicht erfüllt.

 

 

 

 

Auch hier mangelhafte Stapelung der Fußplatten, nebst reduzierter Standsicherheit durch falsche Ausrichtung. Der Gehweg ist blockiert und die Aufstellhöhe zu gering.

 

Schrift zu klein, Herzpfeil statt Iso-Pfeil, Schriftzug direkt auf dem Schild in zu kleiner Schrifthöhe - aber immerhin vorbildliche Aufstellhöhe über dem Gehweg. Leider nicht standsicher (nur eine Fußplatte) und zudem windschief.

 

 

 

Eine Umleitung für die Umleitung. Bemerkenswert ist auch der traurige Zustand der ortsfesten Wegweiser (im Vergleich zum Zeichen 454).

 

 

 

Sehr hilfreich

 

 

 

kein Kommentar.

 

 

 

 

 

Dieser Umleitung fehlt nicht nur das U, sie führt mangels Koordination der Baumaßnahmen in eine Strecke, die für Fahrzeuge ab 7,5t gesperrt ist. Die Schildgröße 1 ist selbstverständlich zu klein.

 

 

 

 

Bastelstunde im Kindergarten...

 

...wobei: Kleinkinder können das besser.

 

 

 

 

Schildgröße 0,5 - natürlich ohne schwarzen Rand

 

Quadratisch, praktisch, aber keinesfalls gut.

 

 

 

Hier kommt man direkt von der Autobahn und soll neben diesem großen Wegweiser auch noch die Briefmarke unten links erkennen.

 

 

 

Der ortsfeste Wegweiser (oben) ist aus Folie RA2/B gefertigt, dass Do-It-Yourself-Umleitungsschildchen hingegen aus Folie RA1/A. Selbst ein Schild in der richtigen Gestaltung (Zeichen 455.1) und Größe (900x600mm) würde im Vergleich zum Wegweiser visuell untergehen - da kann man sich vorstellen, wie gut es um die Sichtbarkeit bei Dunkelheit bestellt ist.

 

 

 

Auch wenn die Abstimmung zwischen verschiedenen Behörden problematisch sein kann und daher ungeliebt ist: Im Sinne einer eindeutigen Verkehrsführung ist eine solche Abstimmung erforderlich und folglich sind auch Bedarfsumleitungen des Autobahnverkehrs mit in die Planungen von (gelben) Umleitungen einzubeziehen. Die hier gezeigte Beschilderung ist widersprüchlich und kann dazu führen, dass der Fahrzeugführer vor allem bei Dunkelheit geradeaus in die mangelhaft gesicherte Arbeitsstelle fährt.