Ende der Umleitung

 

Das Ende einer Umleitung wurde bisher mit Zeichen 459 angezeigt, welches inzwischen unter der neuen Nummer 457.2 geführt wird. Hierzu ist zunächst zu sagen, dass man aus einem Anfang (Zeichen 457.1) kein Ende fertigt, indem man Abdeckband oder rote Folie darüber klebt. Der rote Schrägstrich befindet sich stets hinter dem Text und verdeckt diesen nicht.

 

 

 

 

 

Zeichen 457.2 (ehem. 459)

 

unzulässiger Bastelkram

 

 

Zeichen 455 als Ende der Umleitung
Genau wie bei der Ankündigung kann gemäß der neuen StVO auch das Ende der Umleitung mit Zeichen 455 beschildert werden - in diesem Fall mit Zeichen 455.2. Damit können Seitenabstände und Gehwegbreiten eingehalten werden, wo dies mit Zeichen 459 deutlich schwieriger ist.

 
 

 

 

 

 
 

Umleitung Ende
Z 455.2

 

Ende mit
Zielangabe

 

Ende für bestimmte
Verkehrsarten

 

nummerierte
Umleitung Ende

 
 

Standort des Zeichens
In der Praxis werden verschiedene Standorte zur Positionierung des Ende-Zeichens ausgewählt - manche sind sinnvoll, andere eher ungünstig. Entgegen den Festlegungen der RUB, nach denen das Ende der Umleitung stets zu kennzeichnen ist, kann gemäß der aktuellen VwV-StVO auf diese Schilder verzichtet werden, wenn das Ende der Umleitung aus der folgenden (stationären) Wegweisung ersichtlich wird. Der Verzicht ist jedoch in jedem Einzelfall sorgfältig zu prüfen. Aus Sicht des Autors sollte man auf den Verzicht besser verzichten, vor allem im Sinne der Eindeutigkeit für den Verkehrsteilnehmer.

 

 

 

 

 

 

Ende vor Einmündung, wenn
nachfolgende Beschilderung
für Klarheit sorgt

 

Ende nach der Einmündung,
wenn die ursprüngliche Strecke
bzw. das Ziel dort erreicht ist

 

Unzureichende Beschilderung
(Ende der Umleitung fehlt)

 

 

Im linken Beispiel übernimmt die ortsfeste Beschilderung die weitere Zielführung. Auf das Ende sollte trotzdem nicht verzichtet werden, um den Verkehrsteilnehmer nicht zu verunsichern. Die ist stets der Fall, wenn keine ortsfeste Wegweisung vorhanden ist (rechtes Bild) oder die umgeleiteten Ziele im Wegweiser nicht enthalten sind. Fehlt eine ortsfeste Wegweisung am Ende der Umleitungsstrecke, wie im mittleren Bild, muss die Umleitung in die Zielstraße bzw. die ursprünglich befahrene Strecke geführt werden. Erst dort folgt dann das Ende der Umleitung.

Der Planer weiß, dass sich der Verkehrsteilnehmer wieder auf der richtigen Stecke befindet - für den Verkehrsteilnehmer muss das deshalb nicht ebenfalls gelten. Für ihn zählt allein die Situation vor Ort und diese muss Planungsgrundlage sein. Der Verzicht auf das Ende bringt weder nennenswerte Einsparungen (vor allem bei Maßnahmen mit hunderten Verkehrszeichen) noch lässt sich damit der deutsche Schilderwald spürbar lichten.

 

Aus Sicht der zuständigen Behörde wird der Verkehrsteilnehmer hier wieder auf die richtige Strecke geführt. In der Tat geht es in dieser Richtung auch wieder nach Ilmenau - gewissermaßen über eine Art Ortsumfahrung. Dennoch ist diese Lösung fragwürdig, denn die Umleitung endet am Ortsausgang der Stadt, in die man eigentlich will.